IndiviDumm!

Auf der Straße gehst du unsichtbar, fühlst dich hier Zuhause, alles wunderbar. Du bist hier du bist da man sagt „immer nah“ – akzeptiert, saturiert, bla bla bla. Hast du dich gefragt wie du hier gelandet bist? Hast du dich gefragt warum du jeden Tag die Scheiße frisst? Man sagt immerzu dass es doch notwendig ist, dass man eben jeden Tag die gleiche Scheiße frisst. Sollst nicht abkotzen, sonst stehst du ganz schnell alleine da – und wenn du dich dann doch bewegst sagt dir dein Kopf „tatütata“. Es ist die Feuerwehr, mit ihrem Gewehr. Entweder schützt sie dich oder spießt dich auf mit ihrem Speer.

Du bist hier, du bist dort, fort am selben Ort. Sitzt du in einem Boot? Ist deine Seele tot? Du sollst fließen, dann kann die Gesellschaft sprießen. Sie kann wachsen, sich an sich selber laben, denn das was sie will konnte sie schon immer haben. Dein Gesicht – ist völlig vernarbt und indess wurde kurzerhand dir deine Seele ausgescharbt. Du bist nicht, nein du hast ein Gesicht, sag mir was du anziehst, sag mir dein Gewicht.

Ich bin die Gesellschaft will dich ganz für mich, einer unter vielen, das sind du und ich. Dann können wir tanzen gehn und Mutproben bestehn, können auf dem Parkett unsere Füße hüpfen sehn. Dabei machen wir mit, wir halten jetzt Schritt. Denn wir sind das Umfeld, wir halten uns fit. Jetzt sind wir die Gesellschaft, Keiner unter Keinen, Beine unter Beinen, Schweine unter Schweinen. Und wenn du stets tust, was wir für richtig halten, und zulässt dass wir dich für dich verwalten – an der Leine halten – dir deine Freiheit schenken, dann kannst du doch auch aufhören über dich selbst nachzudenken.

Du sollst haben, traben und sein. Am Ende deiner Tage wirst du gut gesattelt sein. Bist du jetzt ein Pferd? Trägst du ein Schwert? Sag mir wann hast du beschlossen, dass du dich entleerst? Liebe – das was du musst. Hasse – die eigene Lust. Ich erlebe nicht, ich analysiere, und reiße dich mit auf dass man dich kategorisiere. Ist das nicht wunderbar? Du bist doch frei! Statt eines Telefonanschlusses kaufst du dir gleich drei. Du hast jede Freiheit dir ein Hobby zu wählen, und wenn du dich danach fühlst ne Minderheit zu quälen. Merkst du nicht, das ist doch ganz famooß! Ich sage dir, ich warne dich bloß: Die Reste deiner Seele zeigen macht dich nicht groß. Das brauchst du nicht, es reicht dein Gesicht – und wehe dir du änderst dich, dann finde ich dich. Siehst du? Sie haben dich erfasst. Es hat dir nicht gereicht, dass du dich selber hasst. Jetzt darfst du wieder tun, was ich von dir verlange, und hahaha ich halte dich an der Stange. Ich knebel dich, und peitsche dich aus – prügel alle Seelenreste aus deinem Körper raus. Jetzt bist du wieder mit uns konform, hab ich nicht gesagt: Halt dich lieber an die Norm?! Du wolltest nicht hören, musstest uns stören, so ist das mit diesen unerzogenen Gören. Jetzt habe ich dich wieder habe dich dran gehindert, dass man die Verletzungen in deiner Seele lindert.

Du willst ausbrechen? Das kannst du gerne haben, doch wenn du neue Schritte gehst dann musst du das auch ertragen: Wir werden dich niemals in Frieden lassen, weil wir deine Andersartigkeit eben hassen.