Nein Danke sagt die Superminderheit

Offener Brief und Kommentar zur ARD-Themenwoche „Toleranz“.

Liebe ARD*,
Liebe Initiator_innen* der ARD-Themenwoche „Toleranz“

eigentlich wäre hier und jetzt Ort und Zeit mich zu bedanken. Ich sollte wohl „Danke“ sagen – weil ihr zu einer „intensiven Diskussion anregen und zum Nachdenken über eigene Haltungen und Vorurteile“1 verhelfen wollt. Ich sollte mich auch bedanken weil ihr keine Kosten und Mühen scheut darauf hinzuweisen was es mit dem Ausländer an sich, den Schwulen an sich und dem Moslem an sich so auf sich hat. Es ist sicher prima sich einem Diskurs über Randgruppen und aktuelle Problemfragen auszusetzen, denn eine Lösung zu finden – einen artgerechten Umgang zu finden – ist bestimmt nicht leicht für die gebeutelte Leitkultur. Immer ist sie gezwungen sich neuen Wertvorstellungen auszusetzen, sich selbst zu hinterfragen, ihre Mitte zu definieren ohne in Extreme abzurutschen. Das muss ganz schön schwer sein.

Insbesondere meine gesellschaftliche Position nötigt mich wohl dazu mich über euer Engagement, eure Gutherzigkeit und Toleranz zu bedanken. Ich bin eine Superminderheit. Ich bin bisexuell, habe zwei Staatsangehörigkeiten, bin sowohl Moslem als auch Katholik, ernähre mich vegetarisch und habe zudem noch lange, gefilzte Haare. Trotz all dieser Dispositionen fühle ich mich von euch gut und angemessen behandelt. Ich darf unter euch gebildet werden, darf mit euch zusammen arbeiten, darf in eurem Land leben, lieben und schlafen mit wem oder was ich will. Ich darf mich anziehen wie es mir gefällt, darf wohnen wo es mir gefällt, darf Mietverträge abschließen. Wo wären wir bloß ohne eure Toleranz?

Ich habe bevor ich diesen Text verfasst habe (ich kann tatsächlich eloquent deutsch sprechen und schreiben) nicht nur eure bewusst provokant gestalteten Poster betrachtet (ich gehe später genauer auf die Komposition ein), sondern auch einen Blick in euer vielseitiges Programm2 geworfen. Es ist schön zu sehen, dass ihr die Elite von uns Minderheiten zum Dialog einladet, es ist toll dass ihr uns nach unserer Meinung fragt. Immerhin können diejenigen von uns „die es geschafft haben“ uns Anderen ein Vorbild sein. So kann der Eliteausländer, pardon ich meine den erfolgreichen Bielefelder Comedian mit marokkanischen Wurzeln, Abdelkarim Zemhoute, über seinen Begriff von Toleranz sprechen. Er riskierte sogar seine „Street-Credibility“, nur um einem schwulen Pärchen beim Entsorgen des Weihnachtsbaumes zu helfen.3 Minderheit toleriert Minderheit. Horizontale Toleranz nennt man das. Wundervoll wie gut das in Deutschland funktioniert. Aber nicht nur horizontale, auch vertikale Toleranz bringt ihr auf den Punkt. In der Sendungsankündigung des Hessischen Rundfunks4 zur Diskussion mit Matthias Matussek und Ellen Ueberschär gelingt es euch auch noch zusätzlich die Frage nach der Toleranz der Mehrheit gegenüber der Minderheit zu prüfen.

„Es gibt im Alltag kaum eine Situation, die nicht unsere Toleranz erfordert. Der Tag könnte so schön beginnen, wenn nicht der Nachbar laut auf dem Balkon telefonieren würde. Ist sich das knutschende schwule Paar in der U-Bahn eigentlich bewusst, wie viel Toleranz es seinen Mitreisenden abverlangt? Und mit welcher Beharrlichkeit die muslimische Kollegin den Betrieb in der Kantine lahmlegt, weil sie unbedingt wissen muss, ob in dem Essen auch wirklich kein Schweinefett enthalten ist. Kurzum: Es bedarf schon einer gehörigen Portion Toleranz, um den Alltag zu überstehen!“5

Fast möchte man JA! JA! JA! schreien, es laut herausschreien, freudig, beglückt – nicht etwa wegen des expliziten Inhaltes – sondern mehr noch weil der „hr“ offenbar das einzige journalistische Medium zu sein scheint, welches sich darauf versteht „gängige journalistische Praktiken“6 zur Darstellung von Fragestellungen und Diskussionen zu nutzen. Die implizite Aussage des Textes, so scheint mir, ist nur subversiv zu verstehen. Es ist nicht der Aufruf zur Reflexion eigener Positionen, es ist ein Hinweis auf all jene Sonderbarkeiten die Minderheiten von der Leitkultur unterscheiden. Es wird definiert was normal ist, und was nicht. Dem Deutschen an sich ist es nämlich egal ob im Essen Schweinefleisch enthalten ist. Es wird gegessen was auf den Tisch kommt. Aber der Deutsche an sich streitet nicht, er ist gutmütig. Er toleriert sogar das schwule Pärchen in ihrer Absonderlichkeit, lässt sie knutschen wo sie wollen, auch in der U-Bahn, auch vor den eigenen Kindern. Er selbst ist nicht schwul, seine Eltern auch nicht, seine Kinder schon gar nicht. Danke also dafür. Ich weiss ihr beim „hr“ seid nicht kritikresistent, ihr wollt nur zum Diskurs anregen.

Wie verhält es sich also mit den Plakaten zur Themenwoche?
Plakat 1: Es ist eine männliche Person porträtiert, sie hat Unregelmäßigkeiten im Gesicht, vermutlich sind es Narben. Die Person hat eine dunkle Hautfarbe. Oberhalb des Porträts ist Text abgebildet: „Belastung oder Bereicherung?“. Ich assoziiere: „Kriminelle Ausländer abschieben!“ Denn ein Schwarzer kann kein Deutscher sein, sonst wäre er nicht schwarz. Außerdem schaut er traurig und hat Narben im Gesicht. Vermutlich ein Asylbewerber. Also Belastung. Er wird hergekommen sein um hier zu leben, um hier zu arbeiten, dem Deutschen an sich wird Wohnraum und Arbeitsplatz automatisch genommen. Aber er könnte vielleicht auch eine Bereicherung sein? Vielleicht ist er ja sogar gebildet, kennt sich mit Buchhaltung oder sowas aus, vielleicht möchte er ein Restaurant aufmachen – Der Deutsche an sich mag Enterpreneure, Männer die ihr Leben in die Hand nehmen. Und so ein afrikanisches Restaurant ist toll, exotisch, ein bischen wie Urlaub. Oder er kann Musik machen, dann kann er auch bleiben. Alle Afrikaner können gut trommeln. Hab ich gehört.
Plakat 2: Es sind zwei Männer im Profil abgebildet, in freier Natur. Der eine Mann küsst dem Anderen auf die Stirn. Sind es Brüder? Aber nein! Dieses Plakat ziert der Spruch „Normal oder nicht normal?“ Es sind schwule Männer die sich in aller Öffentlichkeit liebkosen. Ja, ist das nun normal oder nicht? Wann eigentlich haben diese Männer beschlossen schwul zu sein, und warum? Warum sollte man das beschließen? Nicht normal. Und trotzdem – man ist ja tolerant, solange sie den Deutschen an sich nicht angaffen oder anmachen kann man ja nichts sagen.
Plakat 3: Ein schreiendes Kind. Es ist vermutlich weiblich, es hat helle Haut. „Nervensäge oder Zukunft?“ Es soll also diskutiert werden ob dieses Kind einfach schreien soll, oder euch allen den Arsch retten soll? Oder aber – so eine andere mögliche Perspektive – es geht viel mehr darum, dass es sich um ein Mädchen handelt. Haben Mädchen trotzig zu sein und zu schreien? Dürfen sie auffällig sein? Und was ist, wenn sie erwachsen sind? Wird dann aus dem schreienden Mädchen eine emanzipierte, selbstständige Person, eine Frau* die sich der hegemonialen Männlichkeit zur Wehr setzt? Also eine Diskussion um die Rolle der Frau* und die Erziehung von Mädchen*? Hier soll also eine Diskussion wieder so geführt werden wie es in den Fünfzigerjahren getan wurde?
Plakat 4: Eine Person, offenbar männlich und zwischen Zwanzig und Vierzig. Sie sitzt im Rollstuhl. „Außenseiter oder Freund?“ heißt es in zugehörigem Textbereich. Es handelt sich also um einen Behinderten. Inklusion kommt mir da spontan – wie weit kann man Behinderte zu Normalen eingliedern? Oder sollten die fur sich sein?

Entschuldigung, geht’s noch? Nicht nur dass hier Ressentiments aufgegriffen und vertieft werden, nicht nur dass definiert wird wem gegenüber man tolerant sein sollte, es wird auch definiert was eigentlich erstrebenswert, was eigentlich normal ist, was Leitkultur, was Deutsch ist. Der Deutsche ist auch 2014 noch stark, weiss, heterosexuell und männlich. Fast hätte ich das vergessen.

Liebe ARD: Das Problem ist nicht dass ihr provoziert, das Problem ist dass ihr verblendet seid, euch für Teil einer Mehrheit haltet die es nur gibt, weil ihr eine agressive Leitkultur definiert. Dieser kann ich wegen o.g. Dispositionen niemals zugehörig sein – ich werde immer auf eure Toleranz hoffen oder sie fordern müssen – um mich am Ende über angeregte Diskurse und kleine Schritte zu bedanken. Doch darauf kann ich verzichten, ich brauche eure Toleranz nicht.

Ich erkläre hiermt stolz: Ich bin aus ganzem Herzen intolerant. „Nein Danke!“ sagt die Superminderheit.

P.S.: Ich bin Mensch und genieße als solcher die unveräußerlichen Menschenrechte, verbrieft durch die Menschenrechtskonvention der Vereinten Nationen. Desweiteren habe ich auch als Staatsbürger* der BRD die im Grundgesetz festgehaltenen und unveräußerlichen Rechte. Wozu also Toleranz? Inakzeptanz ist gegen geltendes Recht und strafbar.

  1. Schmidt, Hans-Martin; „Stellungnahme zu Kritik an Plakatmotiven“ [zurück]
  2. http://www.ard.de/home/themenwoche/Startseite_ARD_Themenwoche_2014_Toleranz/1095226/index.html [zurück]
  3. http://www.ard.de/home/themenwoche/Interview_mit_Abdelkarim_Zemhoute/1405312/index.html [zurück]
  4. http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=54283&key=standard_document_53265623&xtmc=homosexualit%FDt&type=d&xtcr=2 [zurück]
  5. „Der Tanz um die Toleranz“: Beitrag von hr-online zur ARD-Themenwoche; http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=54283&key=standard_document_53265623&xtmc=homosexualit%FDt&type=d&xtcr=2 [zurück]
  6. „Der Tanz um die Toleranz“, Update vom 11. November; ebd. [zurück]

10 Antworten auf „Nein Danke sagt die Superminderheit“


  1. 1 David 20. November 2014 um 11:05 Uhr

    Sehr guter Kommentar. Die ARD sollte hierzu Stellung nehmen!

  2. 2 Tobias 20. November 2014 um 11:57 Uhr

    Bingo, Daumen hoch, Gratulation und DANKE für diesen absolut treffenden und – leider – dringend notwendigen Text!

  3. 3 Peter 20. November 2014 um 12:58 Uhr

    Klasse Text, danke.

  4. 4 annton 20. November 2014 um 13:37 Uhr

    vielen dank, sagt die superminderheit frau-behindert-künstlerin.

  5. 5 Just Onehuman 21. November 2014 um 1:44 Uhr

    Sehr guter Text!

    Danke sagt die Superminderheit anarchist-schwul-depressiv.

  6. 6 Van 21. November 2014 um 10:40 Uhr

    Ich weiß nicht… Hier stellt sich jemand stolz hin, behauptet von sich intolerant zu sein, verachtet viele der gemeinsamen Wertvorstellungen der Gesellschaft, in der er lebt (ich meine damit den Versuch für Toleranz zu werben) und ist nicht bereit zu akzeptieren, das es für den Einen oder Anderen einfach schwierig sein kann, seine Wertvorstellungen zu hinterfragen oder sogar zu ändern. Diese Überzeugung, als einziger die Wahrheit erkannt zu haben und berufener zu sein als der Rest der Gesellschaft ist gefährlich. Die gleiche Auffassung hatten die RAF, die Kreuzzügler und wer weiß ich noch. Unterm Strich halte ich diesen radikalen Bullshit, obwohl witzig und gut geschrieben, für gefährlich.

  7. 7 Tim 21. November 2014 um 14:13 Uhr

    Lieber Van,

    ich bin nicht sicher, ob du den Text tatsächlich aufmerksam gelesen hast, oder aber nur den Absatz
    „Ich erkläre hiermt stolz: Ich bin aus ganzem Herzen intolerant. „Nein Danke!“ sagt die Superminderheit.“ aus dem Zusammenhang gerissen betrachtet hast. Allerdings wage ich dir, so wie du dem_der Verfasser_in Radikatität unterstellst und die Aussage des Textes als „gefährlich“ diffamierst eher letzteres zu unterstellen. Es wird an mehreren Stellen im Text deutlich („[…] nicht nur dass definiert wird wem gegenüber man tolerant sein sollte, es wird auch definiert was eigentlich erstrebenswert, was eigentlich normal ist, was Leitkultur, was Deutsch ist […]“; […]ich werde immer auf eure Toleranz hoffen oder sie fordern müssen – um mich am Ende über angeregte Diskurse und kleine Schritte zu bedanken.[…]; […]Ich bin Mensch und genieße als solcher die unveräußerlichen Menschenrechte, verbrieft durch die Menschenrechtskonvention der Vereinten Nationen […]“) dass Toleranz eben nicht den Wandel eines Weltbildes bezeichnet, allerdings aber eine Erhebung der „Mehrheit über die Minderheit“ impliziert. Intoleranz ist in diesem Kontext also nicht die Vernichtung des_der Einen durch die_den Anderen (aufgrund anderer Vorraussetzungen), sondern eine logische Konsequenz um tatsächliche Akzeptanz zu erreichen. Der vorliegende Text bezieht sich kritisch auf das Verhalten der ARD, es wird daher natürlich nicht der Toleranzbegriff gegen den Akzeptanzbegriff diskutiert, sondern in erster Linie die Toleranz in ihrer Erscheinungsform während der ARD-Themenwoche kritisiert. Schließen Denk – und Wandelprozesse Intoleranz aus? Schließen Aufklärung, Bildung und Akzeptanz sich aus? Wohl kaum. Außerdem ist mir schleierhaft woraus du deine Äußerungen und deine Position ziehst, wenn nicht aus dem o.g. Zitat in isolierter Form.

  8. 8 Van 21. November 2014 um 16:08 Uhr

    Hm, vielleicht hat mein Kommentar wirklich den Eindruck erweckt, ich bezöge mich ausschließlich auf diesen einen Satz. Das ist aber mitnichten so. Ich halte vielmehr eigentlich alle angeführten Argumente für an den Haaren herbeigezogen und für absichtlich verdreht interpretiert. Ein Schwarzer auf dem Poster – ganz schlimm! Ein Mädchen auf dem nächsten – Skandal! Meine Güte, es geht doch um eine Gute Sache, die 99% der Beobachter so Interpretieren, wie sie gemeint ist. Und ein Poster muss sich vielleicht ja auch einfach über eine bildhafte Symbolik erklären.
    Dem Autor kann man es offensichtlich nicht Recht machen. Er gefällt sich in seiner Aussenseiterposition und will da auch mit aller Gewalt bleiben.
    Aber Meinungen können ja verschieden sein und ich finde der Text tut keinem weh. Der Hochmut und der Gedanke dahinter, als Einziger verstanden zu haben, was das moralisch richtige ist führt für mich allerdings in die falsche Richtung.

  9. 9 Piratenkapitän 21. November 2014 um 16:45 Uhr

    Hey Van :)
    ich glaube du hast meinen Artikel nicht verstanden.

    Es geht hier mitnichten um eine Außenseiterrolle die ich unbedigt einnehmen möchte, es geht um das Produkt der ARD-Toleranzwoche, um eine rückwärtsgewandte Diskussion.

    Oder ist für dich „der schwarze Mann“ gleichbedeutend mit einem Ausländer und resultiert daraus für dich die ernsthafte Frage ob er eine Belastung sein könnte? Warum müssen wir 2014 eine Diskussion führen, in der auf Unterschiede zwischen Minderheiten, auf Unterschiede zwischen Mindeheiten und Leitkultur hingewiesen wird? Warum müssen eben genau diese Unterschiede explizit gemacht werden, warum beschäftigt man sich nicht viel eher mit Gemeinsamkeiten? Erkläre mir doch: Wie ist das mit der Toleranz eigentlich gemeint, woher nimmst du dein Wissen dass die Kampagne durchweg so positiv gewertet wird? Und anschließend erkläre mir doch bitte deine Auffassung von Hochmut ob einer Diskussion in der darauf hingewiesen wird was eigentlich „nicht normal“ sein könnte. Bin ich hochmütig weil ich mich in so einer Diskussion diskriminiert fühle? Oder kann es sein dass auch dir Hochmut vorgeworfen werden kann – schließlich vertrittst du ja die Meinung von 99% der Gesellschaft?

    Toleranz ist Duldung. In der Tat muss ich mich in keinster Weise damit zufrieden geben geduldet zu werden. In der Tat kann und muss ich darauf verzichten meiner gesellschaftlichen (und naturgemäßen, weil zugewiesenen) Position in Passivität nachzukommen, zu akzeptieren dass ich eben toleriert werde während du mich tolerierst, mich erträgst.

    Vielleicht bringt es ja wirklich was, den Text noch mal zu lesen? :)

  10. 10 Van 21. November 2014 um 17:46 Uhr

    Also, wir sind uns bestimmt einig, dass du als Autor des Textes wohl besser weißt, wie du ihn gemeint hast. Vielleicht interpretiere ich ja wirklich zu viel da herein. Ich habe mir den Artikel und die Ard Kampagne noch einmal angeschaut und kann trotzdem deinen Anstoß daran immer noch nicht verstehen. Was ich nicht verstehe, ist diese Fundamentaloposition gegen einen Versuch für Toleranz oder meinetwegen Duldung zu werben. Vielfältigkeit und das Annehmen von Meinungen und Menschen, die eben nicht normal sind, ist doch etwas Tolles. Wenn man nur das ertragen kann, was man für normal hält oder was man gemeinsam hat, ist das doch nichts Besonderes. Ich sage Dir ganz offen: wenn ich einen Schwarzen sehe, dann ist für mich die Wahrscheinlichkeit durchaus größer, das er Ausländer ist, als das bei einem blonden Weißen der Fall ist. Bin ich deshalb etwa Rassist? Ich sehe auch nicht, das mir die Ard sagen will, was ich denken muss, vielmehr regt sie uns doch jetzt zum Austausch an und das ist doch was Feines. Das die Kampagne zu 99% positiv aufgenommen wird habe ich mir ausgedacht, immerhin ist der große Aufschrei der Bevölkerung bis jetzt ausgeblieben. Ich finde die Diskussion übrigens wichtiger denn je, in einer Zeit mit mehr Konflikten auf der Erde, als je zu irgendeinem Zeitpunkt in der Geschichte der Menschheit.

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